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Jahrestagung 2000: |
Pilotprojekt "Ernährungsförderung/-erziehung bei Jugendlichen unter Einbeziehung des schulischen Umfeldes"Tessa Rehberg, D. Straka, I. Kießling, Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft, Dresden Problemstellung: Methode: Die fächerübergreifenden Unterrichtsbausteine und Schülerprojekte werden von den Lehrkräften mit Unterstützung der Projektkoordinatorin auf der Grundlage der Lehrpläne der einzelnen Fächer geplant und durchgeführt. Die Dokumentation der einzelnen Maßnahmen dient als Ausgangspunkt für die Erstellung eine Leitfadens für Multiplikatoren und andere interessierte Schulen. Bisherige Ergebnisse: Auffällig waren ein im Vergleich zu den Empfehlungen der DGE geringer Verzehr von Milchprodukten, Gemüse und Vollkornprodukten bei allen Zielgruppen. Das Wissen bezüglich der Milchprodukte erwies sich ebenfalls als gering. Bei allen Zielgruppen besteht überwiegend die Einstellung, mit einer entsprechenden Ernährung die Gesundheit positiv beeinflussen zu können. Eltern halten die Unterstützung durch die Schule zur Ernährungserziehung häufiger für sehr wichtig als Lehrkräfte. Es wurden bereits zahlreiche, originelle Unterrichtsansätze entwickelt und erprobt. Die Erfahrungen vor Ort zeigten, dass die Kinder Ernährungsthemen gegenüber sehr aufgeschlossen sind, wenn sie neue Wissensinhalte und Handlungsmöglichkeiten spielerisch und kreativ erkunden können. Überwiegend theoretische Stoffvermittlung führt bei Ernährungsthemen augenscheinlich schneller zu Desinteresse als bei anderen Themen. Das Zusammenspiel der kontinuierlichen, fächerübergreifenden Thematisierung von Ernährungsaspekten und der Kontrollfunktion der peer group bewirkt nach Einschätzung der Lehrkräfte erste Verhaltensänderungen. Schlussfolgerungen und Ausblick: Die von mehreren Autorinnen erläuterte Notwendigkeit einer starken Alltags- und Handlungsorientierung von Ernährungserziehung bestätigt sich in dem Pilotprojekt. In Sachsen werden der fächerübergreifende Unterricht und handlungsorientiert Ansätze von Seiten des Kultusministeriums gefördert. Als besonders wichtiger Punkt wird die Intensivierung des Austausches zwischen Lehrkräften und Eltern erachtet. Hier entwickeln einige Lehrkräfte derzeit "Elternprojekte", die über den üblichen Rahmen eines Elternabends hinausgehen.
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