AGEV - Arbeitsgemeinschaft Ernährungsverhalten e.V.

Auswirkungen des Ernährungsverhaltens auf die Gesundheitssituation von Verbrauchergruppen

Die Gesamtheit des Ernährungsverhaltens (und des Lebensstils) hat Einfluss auf den Ernährungs- und Gesundheitsstatus, doch dieser hängt nicht allein von der Ernährung ab. Die Umwelt, in der wir leben und in der die Nahrung erzeugt wird, wirkt auf alle Bereiche mit ein.

 Das Beziehungsgefüge ist komplex und nicht einfach zu beschreiben, doch das trifft auf "GESUNDHEIT" ebenso zu. Die Definition von Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation in ihrer ganzen Breite umreißt die Problematik, die hier nicht vertieft werden soll:

"Gesundheit ist mehr als die bloße Abwesenheit von Krankheit. Gesundheit ist vielmehr ein Zustand vollkommenen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens" (WHO 1983).

Pragmatisch wird auf die einmütige Erkenntnis verwiesen das bekannt ist, dass die meisten der modernen Erkrankungen der Industrieländer mit der Ernährung (einschließlich des Genussmittelkonsums, wie Alkohol und Rauchen) zusammenhängen. Diese Verhaltensweisen, zusammen mit anderen wie körperliche Inaktivität und der Umgang mit Problemen im Zusammenleben (psychologischer Stress), kurz die Lebensweisen und Lebensstile bestimmen entscheidend die gesundheitliche Situation der Bevölkerung.

Die vorhandenen Informationen über die Ernährungs- und Gesundheitssituation der Bevölkerung in Deutschland werden für die verschiedenen Altersgruppen zusammengefasst und hinsichtlich möglicher Auswirkungen der veränderten Nachfrage nach Lebensmitteln innerhalb dieser Gruppen bewertet. 

Für jede Altersgruppe (Säuglinge, Kleinkinder, Schulkinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren) werden systematisch die folgenden Aspekte des Ernährungszustandes bzw. der ernährungsabhängigen Erkrankungen abgehandelt:

  • Überernährung (Übergewicht bzw. Fettsucht)
  • Mangel an körperlicher Aktivität
  • Ess-Störungen (wie Anorexia nervosa und Bulimie)
  • Lebensmittel-Infektionen (wie z.B. Salmonellose);
  • Nährstoffmangel bzw. Nährstoffrisiken
  • Weitere ernährungsabhängige Erkrankungen: Herz- und Kreislauferkrankungen und deren Risikofaktoren, Krebs, Osteoporose, Rheuma, Neuralrohrdefekt, Diabetes, Karies und Kropf.

Dabei wird gegebenenfalls darauf hingewiesen, welche Institutionen bzw. Forscher sich dieser Thematik besonders annehmen, bzw. es wird ein entsprechender Mangel benannt.

 


Quellen

- WHO (World Health Organization) Basic Documents, 33. Aufl., WHO, Genf 1983


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