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Ernährungsverhalten Ernährungsverhaltensforschung
Ernährungsprävention
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Auswirkungen der Nachfrage nach Brot, Backwaren und Getreideprodukten (Nährmitteln)
Der Nährstoffgehalt der Ausgangsbasis, nämlich der verwendeten Getreidesorten, ist relativ ähnlich. Die daraus hergestellten Produkte können sehr unterschiedlich sein. Das betrifft alle Produktbereiche: das Spektrum reicht von weißen Brotsorten bis zu dunklem Vollkornbrot, von italienischer Pasta bis zu Eiernudeln, von Vollkorn (z.B. Haferflocken) bis zu reinen Stärkeprodukten (wie "Mondamin"). Die positiven gesundheitlichen Wirkungen werden im wesentlichen von denen der "vollen" Körner bestimmt. Einzelne Produktgruppen hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Auswirkungen differenziert zu bewerten, kann aufgrund der bekannten komplexen Zusammenhänge und der damit in Beziehung stehenden unzureichenden Datenlagen nicht wissenschaftlich ernsthaft durchgeführt werden. Die Aussagen beziehen sich auf die gesamte Lebensmittelgruppe, wobei einige Differenzierungen angemerkt werden. Der tägliche Verzehr von Brot und Backwaren liegt bei etwa 150g/Kopf und damit deutlich unter den Empfehlungen. Weiterhin werden täglich ca. 60g Teigwaren (bzw. Nährmittel, Reis) verzehrt. Das ist etwas niedriger als die entsprechende Empfehlung, wobei hier die Konkurrenz zu Kartoffeln als Hauptbeilage bei warmen Mahlzeiten zu beachten ist.
Ernährungsphysiologische QualitätDie Nährstoffzusammensetzung des Getreides ist charakterisiert durch den hohen Kohlenhydratanteil, der im wesentlichen aus zwei Arten komplexer Kohlenhydrate, nämlich Stärke und Ballaststoffen, besteht. Diese fördern die Verdauungsvorgänge und haben auch günstige Effekte dadurch, dass sie eine länger anhaltende Sättigungswirkung (im Vergleich zu leicht-verfügbaren Kohlenhydraten, den Zuckern) haben (Roberts 2000). Der Eiweißanteil des Getreides liegt je nach Sorte zwischen 8 (Reis) und 12g% (Hafer), und diese Relation entspricht den Empfehlungen. Hinsichtlich der Getreideverarbeitung ist der Anteil von Klebereiweiß (Gluten) wichtig. Dieser lässt z.B. das Brot so porig werden, wie wir es kennen und schätzen. Der Fettanteil beträgt nur 1-2 %. Getreide enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Im wesentlichen fehlen eigentlich nur die Vitamine A und C. Getreide ist wahrlich die Basis der menschlichen Ernährung. Alle guten, traditionellen Ernährungsformen bauen darauf auf und so auch die modernen Ernährungsempfehlungen Die wichtigen Nährstoffe sitzen allerdings in den äußeren Schichten des Kornes. Die Vollkornprodukte sind nicht so hell wie die "weißen" Getreideprodukte, die schon immer von vielen Verbrauchern als die "edleren" und schmackhafteren angesehen werden. Zur Herstellung solcher Lebensmittel müssen beim Mahlprozess vom Getreide die farbigen, nährstoffhaltigen Schichten entfernt werden. Die Mehltypenzahl beschreibt deutlich den Verlust. Je weißer, desto weniger Asche (das sind die Mineralstoffe) bleibt bei der Verbrennung übrig. So hat der Mehltyp 405 nur noch 405mg Mineralien in 100g Mehl, bei Type 1700 sind es 1700mg (also fast alles). In gleicher Weise gehen dabei auch die Vitamine, bioaktiven Substanzen und Ballaststoffe verloren. Die verschiedenen Mehlsorten sind der Grundstoff für die große Palette der Back- und Teigwaren. Daraus ergibt sich eine ebensolche Spannbreite von Nährstoffzusammensetzungen, die durch die weiteren Zutaten noch vergrößert werden kann. Bei Backwaren ist der relativ hohe Gehalt an Kochsalz zu beachten, der z.B. bei kochsalzarmen Diäten wichtig wird. In diesem Sortiment sind auch Konditoreiwaren enthalten, die sehr zucker- und sahnehaltig sein können. Diese sollten entsprechend nicht als Grundernährung (wie Brot und Teigwaren) genutzt werden, sondern als eine süße "Nachspeise" dienen. Anteil an der GesamtversorgungDer Anteil von Getreide an der täglichen Zufuhr gemessen an der Nahrungsenergie, beträgt knapp ein Drittel, nämlich ca. 25 % durch Brot und Backwaren und weitere 5 % durch Nährmittel. Ähnlich ist es bei Eiweiß (knapp 20 % + knapp 5 %) aber nur ca. 10 % bei den Fetten. Dort stammt der Hauptanteil aus den Backwaren. Die Kohlenhydrate und die Ballaststoffe unserer Ernährung stammen zu je 50 % aus den Broten und Backwaren und zu weiteren 10 % bzw. 5 % aus Nährmitteln. Getreide liefert uns einen Anteil von etwa 20-30 % bei den B-Vitaminen und bei Mineralstoffen wie Eisen. Schadstoffgehalt und andere negativen EigenschaftenNeben den vielen positiven sind auch eine Reihe von negativen Aspekten
zu beachten, die aber alle durch entsprechende Lebensmittelverarbeitung
kontrolliert werden können. Traditionell bekannt sind die Vergiftungen,
die durch "Mutterkorn" ausgelöst werden können, und die in den
Zeiten vor der modernen Lebensmittelverarbeitung regelmäßig zu
Todesfällen führten. Die Müllereitechnologie kontrolliert die
Getreideernten (vollelektronisch gesteuert) auch bezogen auf diese
"Verunreinigung". Empfehlungen und VerbraucherinformationGetreide leistet viele wichtige und positive Beiträge für eine ausgewogene Ernährung. Dies bestätigen viele epidemiologische Untersuchungen. Spezielle Heilwirkungen werden in der traditionellen Heilkunde dem Getreide nicht zugeschrieben. Getreide bzw. das tägliche Brot stellt aber in vielen Weltkulturen ein wichtiges Symbol dar (Die römische Göttin Ceres - Göttin der Feldfrüchte: waren vor allem Getreide und das griechische Gegenstück - Gott Demeter - sind nicht nur in dem Fachwort für Getreide "Cerealien" wieder zu finden, sondern auch ähnlich wie die Ähre in vielen wichtigen symbolhaften Darstellungen, z.B. bei der FAO, auf Münzen und auf Briefmarken) Die Empfehlungen der Vollwerternährung bauen auf die überragende Bedeutung der Getreideerzeugnisse auf. Sie bevorzugt die Vollkornprodukte (in vielen Varianten) und die Produktion aus anerkannt ökologischem Landbau. Weniger empfehlenswert sind die Produkte aus Auszugsmehlen ("weißes Mehl und Brot"). Nicht empfehlenswert sind isolierte Produkte wie Getreidestärke ("Mondamin" bzw. Puddingpulver) und Ballaststoffpräparate.
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