AGEV - Arbeitsgemeinschaft Ernährungsverhalten e.V.

Auswirkungen des Ernährungsverhaltens auf die Gesundheitssituation von Erwachsenen

Die negativen Auswirkungen der Nachfrageentwicklung bei Erwachsenen zeigen sich deutlich an der Überernährung und den damit zusammenhängenden Folgeerkrankungen.


Die Ernährungssituation der deutschen Bevölkerung (s.a.  Die Entwicklung der Nachfrage bei Erwachsenen) kann nicht aktuell in dem Maße beschrieben werden, wie es nach dem Stand der ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse möglich wäre. Dazu müssten die bekannten Methoden der Ernährungsepidemiologie im Rahmen eines Ernährungsmonitorings eingesetzt werden, wie es z.B. in den USA bei den National Health and Nutrition Examination Surveys (NHANES) geschieht. Dieses ist in Deutschland nicht annährend vorhanden. 

Die im folgenden getroffenen Aussagen basieren im wesentlichen auf den Informationen, die zum Bundes-Gesundheitssurvey bisher zugänglich sind, sowie auf den weiteren wenigen Studien und den Informationen der Gesundheitsberichterstattung.

Übergewicht

Das Haupternährungsproblem der Erwachsenen in Deutschland ist, wie in vielen Industrieländern, das Übergewicht und die damit zusammenhängenden Folgeerkrankungen. Diese weltweite Epidemie, die durch Überernährung und mangelnde körperliche Aktivität ausgelöst wird, ist ein Problem der Gesellschaft, das Deutschland schon lange erreicht hat. Bisher wurde es in Deutschland nur oberflächlich beschrieben. Bedingt durch unterschiedliche Stichproben, Methoden und Grenzwerte können exakte Zahlen, und was noch wichtiger wäre, der Verlauf dieses Problems, nicht ausreichend dargestellt werden.
Anhand der Daten des Bundes-Gesundheitssurveys ist Übergewicht (BMI >25) sowie starkes Übergewicht (Adipositas - BMI >30) sehr verbreitet. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist davon betroffen. Die Häufigkeit nimmt mit zunehmendem Alter zu (Bergmann und Mensink 1999).

(Abbildung: Adipositas und Inaktivität)

So sind in den oberen Altersklassen mehr als ein Drittel stark übergewichtig und adipös. Die Häufigkeiten haben im letzten Jahrzehnt um ca. 5-10 % zugenommen. Exaktere und differenzierte Informationen wären sicher wünschenswert und sind für eine ernsthafte Behandlung des Problems auch notwendig. Doch basierend auf den internationalen Erkenntnissen über den Verlauf und die Folgen der Überernährung zeigt sich, dass die deutsche Situation in diesen Rahmen passt. Die Notwendigkeit des Handelns ist belegt.

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Inaktivität

Aus den Befragungen des Bundes-Gesundheitssurveys lässt sich ablesen, dass die Erwachsenen zu geringer körperlicher Aktivität nachgehen, der entsprechende "Grenzwert" liegt bei zwei Stunden sportlicher Aktivität pro Woche. Dies wird nur von einer Minderheit erfüllt. Diese Informationen mögen zu ungenau sein, doch auch andere Studien - wie z.B. die Zeit-Budget-Studie des Statistischen Bundesamts (Wo bleibt die Zeit?) - zeigen ein ähnliches Bild (Mensink 1999).

(Abbildung: Adipositas und Inaktivität)

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Essverhaltensstörungen

Die Probleme der Ess-Störungen, wie Magersucht und Ess-Brech-Sucht, die bei Jugendlichen deutlich werden, sind bei jungen Erwachsenen noch häufiger. Davon sind deutlich mehr Frauen betroffen. Diese wichtigen Gesundheitsprobleme sind nur vordergründig ernährungsabhängige Erkrankungen. Sie entstehen nicht aus Problemen mit Nährstoffen und deren Funktionen und können damit auch nicht geheilt werden. Sie sind Erscheinungen und damit symptomatisch für Überflussgesellschaften mit Werte- und Orientierungsproblemen.

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Lebensmittelinfektionen

Für Erkrankungen, die durch Lebensmittelinfektionen ausgelöst werden (wie z.B. Salmonellose) soll hier die Größenordnung genannt werden: Es gibt in Deutschland jährlich 200.000 durch Salmonellen-bedingte Erkrankungen, die gemeldet werden. Man schätzt, jeder hat ca. 0,2 solcher "Durchfall-Episoden" im Jahr, danach ergeben sich 16-60 Millionen solcher Erkrankungen.

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Allergien

Die Häufigkeiten von Allergien aller Art betragen gemäss den Informationen des Bundes-Gesundheitssurveys etwa 40 %. Also fast jeder zweite Bundesbürger ist davon betroffen. Der Anteil der Allergien, die durch Lebensmittel ausgelöst werden, ist vergleichsweise niedrig, nämlich "nur" 4 % der Männer bzw. 8 % der Frauen leiden darunter (das sind immerhin etwa 4 Millionen Menschen). Allergien nehmen mit dem Lebensalter zu, überschreiten jedoch einen Höhepunkt des Auftretens bei etwa 40 Jahren, um dann wieder abzunehmen, aber selbst bei Senioren ist der Anteil noch bei 25 % (Herrmann-Kunz 1999).

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Schadstoffbelastung

Die Schadstoffbelastung durch Lebensmittel kann im Allgemeinen als relativ gering bezeichnet werden. Im Rahmen des Bundes-Gesundheitssurveys wurde ein Umwelt-Survey-Modul vom Umweltbundesamt durchgeführt. Die ersten vorläufigen Ergebnisse bestätigen eine geringe Belastung, z.B. für Schwermetalle (Blei, Cadmium, Arsen) und Organochlorverbindungen, mit zurückgehender Tendenz (Schulz et al. 1999).

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Nährstoffmangel

Die Ernährungssituation, bezogen auf Risiken des Nährstoffmangels, kann in Deutschland nur grob abgeschätzt werden, da  entsprechende Untersuchungen mittels bio-chemischer Indikatoren neueren Datums nicht vorhanden sind. In der folgenden Tabelle sind die Informationen zusammengestellt.

Tabelle: Kritische Nährstoffe in der gesunden Durchschnittsbevölkerung

Nährstoff

Durchschnittsbevölkerung

Calcium

Frauen und Männer in allen Altersgruppen

Magnesium

Frauen und Männer in fast allen Altersgruppen

Eisen

Frauen im gebärfähigen Alter

Jod

Gesamtbevölkerung

Vitamin D

Frauen <25 Jahre; Frauen und Männer >65 Jahre

Vitamin E

Frauen und Männer in fast allen Altersgruppen

Carotinoide

Frauen und Männer in fast allen Altersgruppen

Vitamin C

Frauen und Männer in allen Altersgruppen

Folsäure

Frauen und Männer in allen Altersgruppen

Quelle: DGE et al. 2000, Hahn und Wolters 2000

Das Risiko wird aber insgesamt als gering eingestuft. Richtwertunterschreitungen bei einzelnen Nährstoffen bedeuten nicht, dass damit zwangsläufig gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten. So sind hinsichtlich der antioxidativ wirkenden Vitamine (A, C, E bzw. Carotinoide) keine akuten Vitaminmangelerkrankungen bekannt, doch hier besteht das Risiko darin, dass bei ungenügender Zufuhr z.B. das Krebsrisiko erhöht sein kann. Calciummangel ist wie Vitamin D-Mangel mit dem Risiko von Knochenbauveränderungen verknüpft (s.u. Osteoporose). Jodmangel mit Schilddrüsenveränderungen (s.u. Kropf). Eisenmangel, der sich als Blutarmut (Anämie) manifestiert, ist bei Frauen relativ weit verbreitet, d.h. es dürften ca. 5 % der Frauen und 1 % der Männer davon betroffen sein (Kohlmeier et al. 1993).
Folatmangel in der Schwangerschaft ist mit dem Risiko verbunden, dass im Embryo Fehlbildungen im zentralen Nervensystem auftreten können (Neuralrohrdefekt). Das war der Hintergrund dafür, dass im Rahmen des Bundes-Gesundheitssurveys bei Frauen der Folatstatus im Blut ermittelt wurde. Da es noch keine endgültigen Bezugswerte gibt, sind die Daten schwierig zu interpretieren, doch zeigt sich, dass bei 30-80 % (je nach Grenzwert) eine Folatzufuhr niedriger ist, als den Schwangeren empfohlen wird, wenn sie das Geburtsrisiko minimieren wollen. Es wird während der Schwangerschaft eine Folat-Supplementation empfohlen (Thamm et al. 1999).
Die bekannteste Jodmangelerkrankung ist der Kropf (Struma), der in südlichen Regionen Deutschlands gewissermaßen traditionell verbreitet ist. Trotzt der intensiven Prophylaxe Bemühungen wird bei etwa 10 % der Frauen und bei 2 % der Männer ein Kropf diagnostiziert. Ein latent vorhandenes Risiko (z.B. durch Ultraschalldiagnosen festzustellen) soll sogar bei 40 % der Bevölkerung anzutreffen sein (DGE 1996 Kap. 3).

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Folgen der Fehlernährung

Die vorgenannten Ernährungsrisiken, insbesondere das Übergewicht, beeinflussen eine Reihe von Erkrankungen. Diese nehmen mit zunehmenden Alter an Häufigkeit zu. Der Bundes-Gesundheitssurvey hat den Bestand (Prävalenz) der Herzinfarktfälle zusammen-gefasst: es betrifft 2,45 % der Bevölkerung. Es gibt 1.450.000 Personen, die einen Herzinfarkt überlebt haben. Jedes Jahr ereignen sich etwa 190.000 neue Fälle (Inzidenz-Rate/ Zugangs-rate), mit leicht abnehmender Tendenz. Knapp eine Million Menschen überleben einen Schlaganfall mit unterschiedlichen Graden der Behinderung (Wiesner et al. 1999a, 1999b).

Etwa 30 % der Erwachsenen leiden unter hohem Blutdruck (Hypertonie), mit steigender Tendenz. Grenzwert-Hypertonien betreffen mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Die Häufigkeit des hohen Blutdrucks nimmt mit dem Alter zu (Thamm 1999). 

Ein überhöhter, behandlungsbedürftiger Cholesterinspiegel im Blut (Hypercholesterinämie) betrifft etwa ein Drittel der Erwachsenen und kommt etwas häufiger bei Frauen als bei Männern vor. Dieses Risiko nimmt mit steigendem Alter deutlich zu (Kohlmeier et al. 1993). Die beiden vorgenannten Ernährungsrisiken, die mit hohem Blutdruck und mit zu hohem Cholesterin zusammenhängen, sind interessante Beispiele dafür, dass hier Ernährungstherapien mit medikamentöser Behandlung konkurrieren. 

Dadurch, dass Millionen von Menschen (auch weltweit) davon betroffen sind, ist dies ein großer Markt sowohl für diätetische (funktionelle) Lebensmittel aber auch von Pharmazeutika. Der Wettbewerb drückt sich dadurch aus, dass viele wissenschaftliche Informationen vorhanden sind, aber auch ganz verschiedene Interpretationen zu Referenzwerten, und damit Häufigkeiten des Auftretens, und Art der Behandlung der Symptome, und damit verschiedene Ratschläge für Verbraucher bzw. Patienten. 

Die Bezeichnung Krebs stellt den Sammelbegriff für über hundert verschiedene Krankheitsbilder dar, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass das Wachstum des menschlichen Gewebes bzw. der Organe nicht mehr den normalen Kontrollmechanismen gehorcht, es entstehen Wucherungen, die sich im Körper in tödlicher Weise ausbreiten. Gemeinsam ist auch, dass zwar mit unterschiedlichen Anteilen, Lebensstilfaktoren das Auftreten von Krebs begünstigen bzw. vermindern können. Diese Faktoren betreffen die Ernährung, den Alkohol, das Rauchen und Umweltbelastungen (z.B. Umweltschadstoffe, Ozon, hochenergetische Strahlungen, usw.). Ernährungsbedingte Auslöser (Promotoren) gibt es vielfältige, wie Schimmelpilzgifte, Nitrosamine, Geräuchertes, Gegrilltes, oxidativer Stress, Übergewicht, usw. Ebenso gibt es viele schützend wirkende Nahrungsinhaltsstoffe, wie z.B. Antioxidantien, bioaktive sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, Obst- und Gemüse. Es gibt dazu viele überzeugende Zusammenstellungen, wie z.B. die des World Cancer Research Fund (WCRF und American Institute for Cancer Research 1997). So wird der Anteil der Ernährung am Krebsgeschehen mit etwa einem Drittel bewertet, ein weiteres Drittel steht in Beziehung zum Rauchen.

Über das Auftreten (Inzidenz) und das Vorkommen (Prävalenz) der verschiedenen Krebsarten gibt die Gesundheitsstatistik Auskunft, bzw. beim Deutschen Krebsforschungszentrum sind detaillierte Informationen zusammengestellt, z.B. auch im Deutschen Krebsatlas (RKI 1999). In Deutschland erkranken jährlich etwa 340.000 Personen an Krebs und über 210.000 sterben jährlich daran. Bei manchen Krebsarten, wie dem Magenkrebs, sinkt die Rate, bei anderen, wie bei Lungenkrebs, gibt es weiter ansteigende Zahlen. Es wird geschätzt, dass durch die richtige Ernährungsweise etwa 80.000 Krebsfälle weniger in Deutschland jährlich zu verzeichnen wären (WCRF und American Institute for Cancer Research 1997).

Nach den Informationen des Bundes-Gesundheitssurveys haben 4,7 % der Männer und 5,6 % der Frauen einen Diabetes, der Anteil steigt mit zunehmendem Alter an. Die Daten deuten nicht auf eine Zunahme hin, was aber angezweifelt wird. Weltweit nimmt die Häufigkeit zu (Thefeld 1999, Seidell 2000).

Genaue Angaben über das Auftreten der Osteoporose, einem Knochenschwund, der Knochenbrüche begünstigt, sind für Deutschland nicht bekannt. Es wird geschätzt, dass mehr als 6 Millionen Menschen davon betroffen sind. Sie tritt gehäuft bei Frauen nach den Wechseljahren auf, aber auch ältere Männer sind davon betroffen. Es wird geschätzt, dass jährlich fast 90.000 Schenkelhalsfrakturen auf Osteoporose zurückzuführen sind. Diese Zahl wird sich steigern, da immer mehr Menschen alt werden. Die Ursachen der Osteoporose sind multifaktoriell, doch sind eine ausreichende Calciumzufuhr (Milchprodukte) in den jungen Lebensjahren und lebenslang ausreichende körperliche Aktivität sehr wichtig für den Erhalt der Knochenmasse, bzw. zur Prävention dieses Knochenschwundes (Wiesner 1998, Cappelano 2000, Nordin 2000, Anderson 2000).

Ein zu hoher Harnsäurewert im Blut (Hyperurikämie) kann zu Gicht führen. Nach den eigenen Angaben der Teilnehmer im Bundes-Gesundheitssurvey tragen deutlich mehr Personen in den alten Bundesländern als in den neuen ein solches Risiko (West: Männer 11,3 %, Frauen 6,1 %, Ost: Männer 7,7 %, Frauen 3,4 %). Diese Angaben können aber als überhöht angesehen werden. Die klinisch diagnostischen Daten sind noch nicht ausgewertet (Hoffmeister et al. 1992).

Der Effekt bestimmter Ernährungsformen auf den Verlauf der verschiedenen Formen von rheumatischen Erkrankungen ist bisher ungenügend untersucht, am meisten noch für die Form der chronischen Polyarthritis. Es werden folgende Aspekte diskutiert: Lebensmittelallergien, Fasten, vegetarische Ernährung, ungesättigte Fettsäuren und Antioxidantien (Vitamin E, Selen). Die Zahlen der entsprechend Erkrankten in Deutschland kann nur grob abgeschätzt werden. Die häufigste entzündlich-rheumatische Krankheit ist die rheumatoide Arthritis (auch: chronische Polyarthritis). Sie befällt etwa 0,8 % der Bevölkerung und ist bei Frauen zwei- bis dreimal häufiger als bei Männern. Doch viele andere Schmerzformen rheumatischer Art gehören zu den altersbedingten Verschleißerscheinungen, und so gilt Rheuma als Volkskrankheit (DRFZ 2000).

Weniger dramatisch, aber für das Gesundheitssystem ebenfalls mit hohen Kosten verbunden, sind solche Zahnerkrankungen, die durch falsches Gesundheitsverhalten begünstigt werden, wie die Karies, die durch zu viel klebrig-süßes, mangelnde Zahnhygiene und durch ungenügende Fluorprophylaxe häufiger auftritt. Zwar geht die Karieshäufigkeit zurück, doch hat sie immer noch ein unnötig hohes Auftreten. Die neuste bundesweite Untersuchung des Instituts der Deutschen Zahnärzte ergab erfreulicherweise, dass Kinder bis zwölf Jahre durchschnittlich nur noch 1,7 mit Karies befallene Zähne aufweisen. Sie erreichen damit die Vorgabe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für das Jahr 2000, die bei den Kindern bis zwölf Jahren maximal zwei kariöse Zähne vorsieht. Doch die Zahngesundheit der Erwachsenen erregt nach wie vor Besorgnis: 99,2 % der 35- bis 44-jährigen haben Karies, jeder Dritte eine noch nicht bekannte Parodontitis. Bei den Älteren ist die Situation in der Mundhöhle ebenso dramatisch und seit zwanzig Jahren unverändert (Informationsstelle für Kariesprophylaxe 2000, RKI 1999b).

Ein letzter hier genannter Bereich betrifft die Magen-Darm-Probleme, die sich durch "falsches" Essverhalten ergeben können: die Verstopfung (Obstipation), die durch zu wenig Ballaststoffe und zu wenig körperliche Bewegung begünstigt wird, aber auch Sodbrennen, Magenverstimmungen und Völlegefühl gehören dazu. Darüber gibt es ebenfalls keine verlässlichen Informationen, doch sind dies gesundheitliche Beeinträchtigungen, die sehr weit verbreitet sind. Solche Ess-Sünden wie zu viel essen, zu viel trinken und danach etwas für die "Verdauung" tun, einen Magenbitter oder entsprechende freiverkäufliche (Heil-) Mittel einnehmen, gehören zum Lebenslauf von fast jedem Bürger (Institut für Ernährungsinformation 2000). 

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Ausblick

Die vorangegangene Beschreibung der Einflüsse der Ernährung bei Erwachsenen zeigt deutlich, dass die Beziehungen zur Gesundheit nicht gleichmäßig in der Bevölkerung verteilt sind. Die Probleme nehmen in fast allen Fällen mit steigendem Lebensalter zu, doch der Übergang zu der Situation der Senioren ist fließend. Sind doch 50-60 jährige näher am Seniorenalter, als 20-30 jährige, die hier auch zu der Erwachsenengruppe gezählt werden. 

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Quellen

  • Anderson J.J.B.: The important role of physical activity in skeletal development: how exercise may counter low calcium intake. American Journal of clinical Nutrition 71 (6), 1384-1386, 2000

  • Bergmann K. E., Hölling H., Kahl H., Schäfer U., Trumann B. Kinder- und Jugendsurvey. Robert Koch Institut, 1999 19.10.2000 (http://yellow-fever.rki.de/FORSCH/FOR2/METH/52_INT.HTM)

  • Cappelano K.L.: Boning up on the web. Nutrition today 35 (5), 199-201, 2000

  • DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) (Hrsg.): Ernährungsbericht 1996. Frankfurt/Main, 1996

  • DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) (Hrsg.): Ernährungsbericht 2000. Frankfurt/Main, 2000

  • DRFZ (Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin) Informationen zu Krankheiten des rheumatischen Formenkreises. 23.11.2000 (http://www.drfz.de/Web2000/Web98/pages/Others/Info1_A.html)

  • Hahn A., Wolters M.: Nahrungsergänzungsmittel - Eine Bestandsaufnahme. Zeitschrift für Ernährungsökologie 1 (4) (2000) DOI: http://dx.doi.org/10.1065/erno2000.09.013

  • Hermann-Kunz E. Häufigkeit allergischer Krankheiten in Ost- und Westdeutschland. Das Gesundheitswesen 61 (Sonderheft 2), S100-105, 1999

  • Hoffmeister H., Thefeld W., Stolzenberg H., Schön D. (Hrsg.): Untersuchungsbefunde und Laborwerte. Gesundheitsberichterstattung, Kapitel Harnsäure, bga-Schrift 1, 58-60, 1992

  • Informationsstelle für Kariesprophylaxe: Mit dem Zähneputzen sieht es noch traurig aus. Mittelungen der Informationsstelle für Kariesprophylaxe, 2000 zu finden unter: http://www.kariesvorbeugung.de/Presse/Zaehneputzen.doc /

  • Institut für Ernährungsinformation Obstipation. 12.09.2000 http://www.ernaehrung.de/tipps/obstipation/obsti10.htm#Verdauungsstörungen

  • Kohlmeier L., Kroke A., Pötzsch J., Kohlmeier M., Martin K. Ernährungsabhängige Krankheiten und ihre Kosten. Band 27, Schriftenreihe des Bundesministeriums für Gesundheit. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 1993

  • National Health and Nutrition Examination Surveys (NHANES) 2000 (http://www.cdc.gov/nchs/nhanes.htm)

  • Nordin B.E.C.: Calcium requirement is a sliding scale. American Journal of clinical Nutrition 71 (6), 1381-1383, 2000

  • RKI (Robert-Koch-Institut) Krebskrankheiten. 23.11.1999a http://www.rki.de/GBE/KREBS/KREBS.HTM

  • RKI (Robert-Koch-Institut)
    Empfehlungen für die Kariesprophylaxe mit Fluoriden.
    23.11.1999b http://yellow-fever.rki.de/GESUND/KRPRAEV/PRAE_3.HTM

  • Schulz C., Becker K., Helm D., Krause C.: Umwelt-Survey 1998 - Erste Ergebnisse. Gesundheitswesen 61 (Sonderheft 1), 213-215, 1999 zu finden unter: http://www.umweltbundesamt.de/survey/index.htm

  • Seidell J.C.: Obesity, insulin resistance and diabetes - a world wide epidemic. British Journal of Nutrition 83 (Suppl. 1), 5-8, 2000

  • Thamm M., Mensink G.B.M., Thierfelder W.: Folsäureversorgung von Frauen im gebärfähigen Alter. Gesundheitswesen 61(Sonderheft 2), 207-212, 1999 zu finden unter: http://www.bmgesundheit.de

  • Thefeld W.: Prävalenz des Diabetes mellitus in der erwachsenen Bevölkerung Deutschlands. Das Gesundheitswesen 61 (Sonderheft 2), S85-89, 1999

  • Wiesner G., Grimm J., Bittner E.: Zum Herzinfarktgeschehen in der Bundesrepublik Deutschland: Prävalenz, Inzidenz, Trend, Ost-West-Vergleich. Das Gesundheitswesen 61 (Sonderheft 2), S72-78, 1999a 

  • Wiesner G., Grimm J., Bittner E.: Schlaganfall: Prävalenz, Inzidenz, Trend, Ost-West-Vergleich. Das Gesundheitswesen 61 (Sonderheft 2), S79-84, 1999b

  • WCRF (World Cancer Research Fund), American Institute for Cancer Research Food, Nutrition and the Prevention of Cancer: a global perspective. Washington DC, 1997

  • Wiesner G.: Osteoporose - ein prioritäres Gesundheitsproblem mit vielen offenen Fragen. Bundesgesundheitsblatt 41, 244-249, 1998

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