AGEV - Arbeitsgemeinschaft Ernährungsverhalten e.V.

Die Entwicklung der Nachfrage nach Eiern

Der Verbrauch an Eiern stagniert.


Eier sind fast ausschließlich Hühnereier.

Verbrauch

Der Verbrauch an Eiern, der bis in die 70ziger Jahre stieg und danach auf das heutige Niveau von ca. 14 kg Kopf/Jahr fiel, stagniert nun (DGE 2000)

(Abb.: Verbrauch an Eiern)

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Herkunft und Erzeugung

Bezeichnend für Eier ist die ausgesprochen hohe regionale und einzelbetriebliche Konzentration.
Deutschland verbraucht deutlich mehr Eier, als es produziert. Der Selbstversorgungsgrad liegt bei 73 %. 14 Milliarden Eier werden in Deutschland jährlich "gelegt", 6,2 Mrd. Eier eingeführt (zu ca. 2/3 aus den Niederlanden), 1,3 Mrd. ausgeführt. 18.957 Millionen Eier werden in Deutschland verbraucht oder anders ausgedrückt ca. 225 Eier pro Kopf und Jahr.
Es gibt ca. 1300 Betriebe (mit über 3000 Hennen. Ab dieser Grenze herrscht eine Meldepflicht), die ca. 10 Mrd. Eier produzieren. Das Zentrum der Eierproduktion liegt in Niedersachsen, und dort in Weser-Ems, besonders Vechta, aber auch Osnabrück und Cloppenburg (dort ein Drittel aller Hennen in ca. 10 % aller Betriebe).

Einkaufsorte: Verbraucher kaufen Eier zu einem hohen Anteil direkt von Erzeugern (ca. 37 %) bzw. vom Wochenmarkt (9 %). Die andere Hälfte der Eier wird über den Lebensmitteleinzelhandel (45 %) verkauft, meist als verpackte Ware und in zunehmender Tendenz auch im Discounter (seit 1998 vertreibt Aldi Eier aus Freilandhaltung, 14 %).

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Verzehr

Der Verzehr von Eiern beträgt täglich pro Person knapp 20 g (weniger als ein halbes Ei). Dabei stimmen die Zahlen der verschiedenen Erhebungen sehr gut überein.
Bei erwachsenen Verbrauchern gibt es ca. 5 %, die Eier täglich essen, und die Hälfte isst sie einmal wöchentlich (z.B. als Sonntagsmorgen-Frühstücksei). Bei jüngeren und älteren Personen gibt es jeweils ca. 10 %, die Eier meiden. Dabei können unterschiedliche Aspekte ausschlaggebend sein - die Massentierhaltung bzw. Cholesterin (DGE 2000).

Bei Eiern liegt der Anteil am Außer-Haus-Verzehr bei etwa 8 % (DGE 2000 Kap. 1).

Über Zubereitung, Rezepte, Portionsgrößen und Verluste gibt es keine repräsentativen Studien.

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Verbrauchereinstellungen und Verbraucherinformationen

Die Verwendung von Eiern hat Tradition, sei es zum Frühstück, als eigene Speise (z.B. Omelette) oder zur Zubereitung von Teigwaren und Kuchen. Saisonhöhepunkt im Verbrauch ist immer noch Ostern. Es gibt jedoch bei einigen Verbrauchergruppen negative Einstellungen zu Eiern, einmal hinsichtlich ihres hohen Cholesteringehaltes, aber auch bedingt durch die Haltungsformen der Legehennen (Käfighaltung, Salmonellen, Futtermittel-Skandale).
Von den verpackten Eiern (ca. 43 % aller Eier) werden 26 % mit Zusatzangaben verkauft. Davon sind 43 % aus Bodenhaltung, 46 % aus Freilandhaltung und 9 % werden als sogenannte Korneier (Hinweis auf gute Futterqualität) verkauft.
Die Nachfrage nach Eiern entspricht im Großen und Ganzen den Verzehrsempfehlungen, das sind wöchentlich bis zu 3 Eiern (DGE et al. 2000).

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Quellen

  • DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) (Hrsg.): Ernährungsbericht 2000. Frankfurt/Main, 2000


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