Bezeichnend für Eier ist die ausgesprochen hohe regionale und
einzelbetriebliche Konzentration.
Deutschland verbraucht deutlich mehr Eier, als es produziert. Der
Selbstversorgungsgrad liegt bei 73 %. 14 Milliarden Eier werden in
Deutschland jährlich "gelegt", 6,2 Mrd. Eier eingeführt (zu
ca. 2/3 aus den Niederlanden), 1,3 Mrd. ausgeführt. 18.957 Millionen Eier
werden in Deutschland verbraucht oder anders ausgedrückt ca. 225 Eier pro
Kopf und Jahr.
Es gibt ca. 1300 Betriebe (mit über 3000 Hennen. Ab dieser Grenze
herrscht eine Meldepflicht), die ca. 10 Mrd. Eier produzieren. Das Zentrum
der Eierproduktion liegt in Niedersachsen, und dort in Weser-Ems,
besonders Vechta, aber auch Osnabrück und Cloppenburg (dort ein Drittel
aller Hennen in ca. 10 % aller Betriebe).
Einkaufsorte: Verbraucher kaufen Eier zu einem hohen Anteil direkt von
Erzeugern (ca. 37 %) bzw. vom Wochenmarkt (9 %). Die andere Hälfte der
Eier wird über den Lebensmitteleinzelhandel (45 %) verkauft, meist als
verpackte Ware und in zunehmender Tendenz auch im Discounter (seit 1998
vertreibt Aldi Eier aus Freilandhaltung, 14 %).
Der Verzehr von Eiern beträgt täglich pro Person knapp 20 g (weniger
als ein halbes Ei). Dabei stimmen die Zahlen der verschiedenen Erhebungen
sehr gut überein.
Bei erwachsenen Verbrauchern gibt es ca. 5 %, die Eier täglich essen, und
die Hälfte isst sie einmal wöchentlich (z.B. als
Sonntagsmorgen-Frühstücksei). Bei jüngeren und älteren Personen gibt
es jeweils ca. 10 %, die Eier meiden. Dabei können unterschiedliche
Aspekte ausschlaggebend sein - die Massentierhaltung bzw. Cholesterin (DGE
2000).
Bei Eiern liegt der Anteil am Außer-Haus-Verzehr bei etwa 8 % (DGE
2000 Kap. 1).
Über Zubereitung, Rezepte, Portionsgrößen und Verluste gibt es keine
repräsentativen Studien.
Die Verwendung von Eiern hat Tradition, sei es zum Frühstück, als
eigene Speise (z.B. Omelette) oder zur Zubereitung von Teigwaren und
Kuchen. Saisonhöhepunkt im Verbrauch ist immer noch Ostern. Es gibt
jedoch bei einigen Verbrauchergruppen negative Einstellungen zu Eiern,
einmal hinsichtlich ihres hohen Cholesteringehaltes, aber auch bedingt
durch die Haltungsformen der Legehennen (Käfighaltung, Salmonellen,
Futtermittel-Skandale).
Von den verpackten Eiern (ca. 43 % aller Eier) werden 26 % mit
Zusatzangaben verkauft. Davon sind 43 % aus Bodenhaltung, 46 % aus
Freilandhaltung und 9 % werden als sogenannte Korneier (Hinweis auf gute
Futterqualität) verkauft.
Die Nachfrage nach Eiern entspricht im Großen und Ganzen den
Verzehrsempfehlungen, das sind wöchentlich bis zu 3 Eiern (DGE et al.
2000).