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Ernährungsverhalten Ernährungsverhaltensforschung
Ernährungsprävention
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Die Entwicklung der Nachfrage nach alkoholfreien Getränken
VerbrauchDer Verbrauch an alkoholfreien Getränken setzt sich aus verschiedenen
Bereichen zusammen und beträgt insgesamt ca. 300 Liter/Jahr/Kopf. Herkunft und ErzeugungObwohl die Erde ein wasserreicher Planet ist ("blauer Planet"), wird weltweit Trinkwasser zu einem knappen Lebensmittel. Nur 2,5 % des globalen Wassers sind Süßwasser, 2/3 davon sind als Eis an den Polen gespeichert. Von den fließenden Wässern versickert viel oder ist anderweitig schwer zugänglich. Süßwasser wird nur zu einem geringen Teil als Trinkwasser benutzt, neben der Bewässerung (die mittelbar der Ernährung zugute kommt) gehen große Anteile nicht in die Nahrungskette. Bedingt durch die unterschiedliche Verteilung der Wasserressourcen existiert bereits heute Knappheit. Deutschland ist davon allerdings nicht betroffen (Hartmann 2000). Der jährliche Umsatz des Getränkegewerbes beträgt ca. 41 Milliarden DM, darunter liegt der Umsatz von Mineralbrunnen und Erfrischungsgetränken bei ca. 12 Milliarden DM. Die Zahl der Betriebe beträgt 830 bzw. 230, und es gibt ca. 78.000 bzw. 24.000 Beschäftigte. Noch dominiert der Mittelstand, doch hat die Konzentrationswelle auch diese Branche erreicht. Dazu gehört auch die Internationalisierung der Erzeugung und des Vertriebs. Tabelle: Entwicklung des Umsatzes von Alkoholfreien Getränken im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) 1999
Quelle: AC Nielsen 2000b Der Markt an alkoholfreien Erfrischungsgetränken kann als sehr innovativ bezeichnet werden, dies zeigt sich in vielen kleineren Varianten (Behältnisformen und -material, Gebinden, usw.), doch sind in der letzten Dekade einige Variationen erfolgreich eingeführt worden, wie z.B. Teegetränke und "functional drinks". Nach der Light-Getränke-Welle stehen jetzt "wellness" und "full flavor" im Mittelpunkt. Zu den neuesten Entwicklungen zählen (Apfel-) Essig-Getränke und Milch-Molke-Vitamin-Mischgetränke. Die Einkaufsorte unterscheiden sich je nach Sortimentsbereich.
Mineralwasser wird zu einem Drittel in Getränke-Abholmärkten eingekauft,
zu einem anderen Drittel in großen Verbrauchermärkten. Discounter haben
hier nur einen Anteil von knapp 10 %. VerzehrDer tägliche Verzehr an alkoholfreien Getränken beträgt in den alten
Bundesländern bei Männern ca. 600 g/Kopf und bei Frauen ca. 500 g/Kopf,
in den neuen Bundesländern liegen die entsprechenden Werte bei 460 bzw.
410 g/Kopf. Der Anteil des Außer-Haus-Verzehrs für alkoholfreie Getränke liegt bei 10-11 % (DGE 2000a Kap. 1). Verbrauchereinstellungen und VerbraucherinformationenAlle Verbraucher schätzen die alkoholfreien Erfrischungsgetränke in den unterschiedlichsten Formen. Sie erfüllen viele Verbraucherbedürfnisse: sind erfrischend, gesund und modern. Verbraucher trinken für den Durst (Grundnutzen, reines Wasser) aber auch wegen Zusatznutzen (Geschmack, Abwechslung, Freude, Szene-Getränk). Bei einem nicht zu vernachlässigend Anteil haben auch die "Verpackungsaspekte" (Einweg, Mehrweg, Art des Materials) einen Einfluss. Selbst der Aspekt Convenience hat bei Getränken eine Rolle, wie z.B. der Erfolg der Schorle-Getränke zeigt. Andere Aspekte für die Nachfrage sind die Gesundheit (functional drinks) aber auch die "Energie" fürs (Über-) Leben. Die Verzehrsempfehlungen für den Getränkebedarf sind recht klar: jeder Erwachsene benötigt 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag; bei körperlicher Betätigung (und Schwitzen) entsprechend mehr. Die Flüssigkeitsaufnahme sollte gleichzeitig die Mineralstoffverluste ausgleichen, dazu sind jedoch nicht "fitness-sport-drinks" notwendig, sondern Mineralwasser, Apfelsaftschorle oder Säfte. Andere alkoholfreie Erfrischungsgetränke werden nicht empfohlen, wegen zu hohem Energie- (Zucker-) oder Koffeingehalt. Der Flüssigkeitsbedarf von Menschen könnte, weit mehr als in Deutschland bisher praktiziert, aus der Trinkwasser-Leitung gedeckt werden. In anderen Ländern ist es viel üblicher, den Zugang zu dieser Quelle zu erleichtern (Wasserkaraffe auf dem Restauranttisch, Wasserspender in Einkaufszonen).
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