Die Nachfrage nach Lebensmitteln bei Jugendlichen wird
insgesamt zurückgehen, da es weniger Personen in dieser Gruppe geben
wird. Die Nachfrage nach verarbeiteten und konvenienten Lebensmitteln wird
relativ steigen, und die nach frischen Lebensmitteln zurückgehen.
Gegenwärtig hat ein Jahrgang der 10-18jährigen in Deutschland eine
Besetzung von 900.000 bis zu 1.000.000, im Jahr 2050 werden es je 600.000
sein und somit spürbar weniger (Statistisches Bundesamt 2000). Allein
dadurch wird sich zukünftig die Nachfrage nach Lebensmitteln insgesamt
verringern. Es kann vermutet werden, dass der Anteil der Jugendlichen aus
anderen Kulturkreisen eher steigt, nicht nur weil relativ mehr hier
geboren werden, sondern auch durch Zuwanderungen. 1998 waren 8 % der 1,3
Millionen Auszubildenden Ausländer (Institut der deutschen Wirtschaft
2000).
Hinsichtlich der Ernährung dieser Jugendlichen gibt es bis auf kleine
Fallstudien keine Informationen.
Das, was sich bei Schulkindern abzeichnet,
verstärkt sich bei Jugendlichen. Sie werden zu eigenständigen
Verbrauchern. Die traditionellen Autoritäten - Eltern, Schule, usw. -
haben immer geringere Bedeutung, obwohl auch die Konfrontation mit diesen
einen Einfluss darstellt. Jugendliche haben zunehmend mehr Taschengeld und
eigene Erwerbsquellen. Sie bestimmen nicht nur zunehmend den Einkauf im
Haushalt in dem sie leben mit, sondern werden auch zu eigenständigen
Konsumenten. Die jährliche Kaufkraft der Jugendlichen beträgt etwa 15-16
Milliarden DM.
Das Markenbewusstsein wird ausgeprägt, was in Verbindung steht mit
den Bezugsgruppen (Peer Groups), zu denen Jugendliche sich zugehörig
fühlen bzw. von denen sie sich unterscheiden wollen. Dabei spielen viele
Produktbereiche eine Rolle, wie Bekleidung, Sport und Spiel,
Unterhaltungselektronik, Kosmetik sowie Lebensmittel und Getränke.
Wichtige Multiplikatorenfunktionen für entsprechende
"in"/"out" Entscheidungen haben die Medien
(Jugend-Zeitschriften, Jugendprogramme in Radio und TV, Internet), die
häufig miteinander verknüpft sind und entsprechende "Clubs"
initiieren. Eine Aufzählung der Zeitschriften-Namen zeigt den Umfang an:
Barbie, Bravo, Bravo Girl, Bravo Sport, Disney und Du, Lissy, Gute Zeiten
- schlechte Zeiten, Mädchen, Popcorn, Simpson, Wendy.
Die TOP 10 der favorisierten "Food Marken" sind (1) Magnum, (2)
Duplo, (3) Haribo Fruchtgummi, (4) Milka, (5) Funny Frisch chipsfrisch,
(6) DeBeukelaer Prinzen-Rolle, (7) Fanta, (8) Punica, (9) Coca-Cola, (10)
Nesquick-Pulver (14-17-jährige) (Verlagsgruppe Lübbe et al. 2000).
Das Markt- und Ernährungsverhalten von Jugendlichen ist noch besser
bekannt als das von Schulkindern. Doch gibt es auch hier keine
repräsentative Erhebung darüber, was Jugendliche tatsächlich essen. Die
vorhandenen Informationen zu diesem Alterszeitraum entstammen einzelnen
Studien, vor allem aus dem Forschungsinstitut für Kinderernährung, wie
die DONALD-Studie (Alexy und Kersting 1999). Die Informationen der
Einkommens- und Verbrauchsstichproben, die an sich auf Haushaltsebene
erhoben werden, wurden mittels statistischer Schätzverfahren im Kapitel 1
des Ernährungsberichts 2000 auf individuelle Basis umgerechnet, so dass
auch tägliche Verzehrsdaten von den Altersgruppen 10-12, 13-14 und 15-18
Jahre dargestellt werden (DGE 2000). In der Bayerischen Verzehrsstudie ist
die Teilnehmerzahl in diesen Altersgruppen sehr gering (Fischer 1999). Im
Ernährungssurvey des Bundes-Gesundheitssurveys wurden keine Kinder
befragt (jüngste Teilnehmer sind 18 Jahre) (Mensink et al. 1999).
Aus den Daten des Forschungsinstitut für Kinderernährung ergibt sich
z.B., dass männliche Jugendliche mit zunehmendem Alter deutlich mehr
Fleisch und Wurst verzehren, nämlich 80-120 g (und damit die Empfehlungen
überschreiten), während weibliche Jugendliche etwa konstant 70-80 g
täglich essen (Sichert-Hellert et al. 2000a). Die EVS Daten entsprechen
bei den männlichen Jugendlichen den Dortmunder Zahlen, bei den weiblichen
Jugendlichen sind sie höher. Entgegen den Empfehlungen bevorzugen Kinder
und Jugendliche zudem meist fettreiche Fleisch- und Wurstwaren, so dass
ein wesentlicher Anteil der heute allgemein zu hohen Fettzufuhr aus dieser
Lebensmittelgruppe stammt. Der Obstverzehr zeigt keine großen Alters- und
Geschlechtsunterschiede, 15-18jährige Jugendliche verzehren davon ca. 335
g täglich (Alexy et al. 2000). Die Angaben aus der EVS liegen deutlich
niedriger, nämlich bei ca. 150 g. Doch gemessen am Gesamtverzehr, der bei
männlichen Jugendlichen zwischen 15-18 Jahren am höchsten von allen
Altersgruppen ist, sank der Anteil von Obst bis auf 15 % bei weiblichen
und 12 % bei männlichen Jugendlichen. Der höhere Anteil von Obst in der
Ernährung von Mädchen gegenüber Jungen ist auch aus anderen
Untersuchungen bekannt und spiegelt deren größeres Interesse an einer
gesunden (und kalorienarmen) Ernährung wider.
Der Getränkeverzehr insgesamt (Leitungs- und Mineralwasser, Tee, Kaffee,
Fruchtsäfte, Fruchtsaftgetränke und -nektare, Limonaden, ohne Milch)
steigt mit zunehmendem Alter und beträgt 1,4 l bzw. 1,1 l bei männlichen
bzw. weiblichen Jugendlichen. Jungen trinken absolut gesehen mehr als
Mädchen, aber der Anteil der Getränke am Gesamtverzehr ist etwa gleich
hoch (Sichert-Hellert et al. 2000b). Die Daten der EVS zeigen auch hier
geringere Werte, z.B. knapp 1 Liter bei männlichen und 0,7 Liter täglich
bei weiblichen Jugendlichen. Dabei sind bei 10-12 jährigen Mädchen
bereits knapp 0,1 Liter alkoholische Getränke registriert (die Knaben
trinken davon in diesen jungen Jahren noch weniger). Bei der Gruppe der
15-18jähri-gen sind es bei jungen Männern 0,15 Liter, während die
Frauen statistisch bei 0,1 Liter verharren (Abbildung:
Diagramme der Donald-Studie).
Diese Beispiele zeigen, wie lückenhaft die vorhandenen Informationen
sind. Einerseits kann die Gruppe der Jugendlichen anscheinend leicht
befragt werden, sie können sich besser artikulieren als kleine Kinder,
andererseits gibt es in dieser "Sturm- und Drang"-Phase der
Teens mehr Probleme, gültige Daten zu erfassen. Aus diesem Grund muss die
Gruppe mit spezifischen Methoden erfasst werden, worauf sich spezielle
Marktforschungs- und Meinungsumfrage-Institutionen spezialisiert haben
(Institut für Jugend- und Familien-Forschung, München, iconkids &
youth 2000, Transfer Research 2000).
Wichtig ist, dass der geplante Kinder- und Jugendsurvey des
Robert-Koch-Institutes einen Ernährungssurvey-Teil enthalten wird
(Bergmann et al. 2000, Mensink 2000). Es ist bemerkenswert, dass es
einige europäische Verbundprojekte gibt, die die Ernährung von
Jugendlichen zum Thema haben. So ist eine ausführliche Zusammenstellung
zur Nahrungsaufnahme und zum Ernährungszustand von Jugendlichen (Adolescenten)
in vielen europäischen Ländern kürzlich im European Journal of
Clinical Nutrition publiziert worden (Giovannini et al. 2000, Olmedilla
und Granado 2000, Cavadini et al. 2000, Samuelson 2000, Amorim Cruz 2000,
Parizková 2000, Rolland-Cachera et al. 2000, Engels und Knibbe 2000).
Leider hat sich keine deutsche Forschergruppe daran beteiligt.
In der internationalen Studie "Health Behaviour in School-Aged
Children - A WHO Cross-National Survey" unter Federführung der WHO
wurden Kinder und Jugendliche aus Dänemark, Deutschland und
Großbritannien (Schottland) zu ihrem Gesundheits- und zu ihrem
Ernährungsverhalten befragt (Frühjahr 1994, 3325 11-15jährige Schüler
in NRW) (Klocke 1995).
In der Studie "Kinder und Ernährung: eine europäische
Umfrage", die vom European Food Information Council (EUFIC) in vier
europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien,
Italien) 1994 durchgeführt wurde, wurden in Deutschland 403 Kinder (8-15
Jahre) in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und
Thüringen nach ihrer Ernährung am gestrigen Tag befragt (EUFIC 2000).
Die identifizierten Informationslücken können nicht durch die Studie
"Essverhalten und Ernährungszustand von Kindern und Jugendlichen -
Eine Repräsentativerhebung in Deutschland", die als Kapitel 4 im
Ernährungsbericht 2000 publiziert ist, geschlossen werden. Diese
Ergebnisse ergänzen und schreiben wichtige Aspekte des
Ernährungsverhaltens von Jugendlichen fort, die für die Nachfrage nach
Lebensmitteln wichtig sind (DGE 2000).
Diese neuen Daten können mit der analogen Studie, die 15 Jahre
zurückliegend für den Ernährungsbericht 1984 erstellt wurde,
verglichen werden, aber auch mit Marktstudien wie den Kids Verbraucher
Analysen (diese gibt es seit 1993 jährlich) (DGE 1984, Verlagsgruppe
Lübbe et al. 2000, 1999, 1998, 1997, 1996, Dole Fresh Fruit Europe Ltd.
& Co. 1995, icon-kids & youth 1998, Diehl 2000, Barlovic 1999,
Leonhäuser und Berg 1999 S. 10-32).
Das Interesse an Ernährungsfragen ist bei Jugendlichen nicht sehr
ausgeprägt, dies gilt besonders für Jungen. Bei jungen Frauen ist ein
deutlich stärkeres Interesse an "gesunder Ernährung"
festzustellen. So geben sie zu 21 % an, starkes und sehr starkes Interesse
zu haben, bei den jungen Männern liegt diese Zahl bei 14 %. Das Interesse
hat sich in dieser Altersklasse in den letzten 15 Jahren kaum verändert.
Es zeigt sich, dass Jugendliche die allgemeinen Ernährungsregeln kennen.
Für sie sind Obst, Gemüse und Milch "gesunde" Lebensmittel.
Ein zu hoher Fettkonsum wird als ungünstig für Körpergewicht und
Gesundheit beurteilt. Im Essverhalten spiegelt sich dies allerdings nicht
wider.
Die Jugendlichen frühstücken zu 73 % zu hause, 58 % sind dabei nicht
allein und 15 % frühstücken allein zu Hause. Am Wochenende gibt es
praktisch überall (98 %) ein gemeinsames Frühstück. 72 % der
Jugendlichen haben morgens den geringsten Appetit.
Das Frühstück der Jugendlichen setzt sich zusammen aus Brötchen/Brot
mit meist süßem Belag und Cerealien.
Das Mittagessen ist für
Jugendliche die wichtigste Tagesmahlzeit. Sie wird wie das Abendessen
regelmäßig eingenommen. Diese Mahlzeiten haben auch bei Jugendlichen
traditionelle Züge. Mittags herrscht die warme Speise vor, abends das
belegte Brot (das dann kaum noch süß ist). Die warme Speise besteht aus
Fleisch (Wurst, Ei) mit Kartoffeln (Nudeln) und Gemüse. Der Anteil an
Fertiggerichten wird immer größer (ca. ein Drittel der warmen
Mahlzeiten). Frisches Obst wird von Jugendlichen zu selten verzehrt.
In einer Liste der beliebtesten Speisen liegen Pizza, Nudel-/Teiggerichte
(Spaghetti, Lasagne, Ravioli) Süßigkeiten und süße Speisen
(Cornflakes, Eis) Fast Food (Pommes frites, Frikadellen), Artikel des
Zwischendurchverzehrs (Popcorn, Kekse) vorne. Obst (Äpfel und Trauben)
haben ebenso hohe Präferenzen, weniger das gekochte Gemüse (Diehl 2000). Andere Studien zeigen dagegen, dass Obst wenig verzehrt wird (Dole
Fresh Fruit Europe Ltd. & Co. 1995).
Der Außer-Haus-Verzehr der Jugendlichen hat nach den Angaben des
Ernährungsberichtes 2000 (Kap. 1) einen Anteil von 10-11 %. Die
Informationen zu den einzelnen Lebensmittelgruppen scheinen
überraschend, z.B. 5 % Anteil an Fleisch bei männlichen 13-15jährigen,
und bei weiblichen 12 % (DGE 2000).
Die wiedergegebenen Informationen zur Nachfrage bei Lebensmitteln durch
Jugendliche ergeben kein vollständiges und aktuelles Bild. Über den
Markt der Jugendlichen wissen wir mehr, als über ihr Handeln und ihre
Kompetenz. Es ist unbekannt, inwieweit Jugendliche Lebensmittel nach ihrer
Qualität beurteilen, nach den "inneren" Werten und nicht nach
dem "äußeren" Erscheinen. In welchem Umfang können
Jugendliche mit Lebensmitteln umgehen, was wissen sie über die
Lagerfähigkeit, können sie Speisen zubereiten? Die wenigen Hinweise
belegen, die Ernährungskompetenz der jugendlichen Verbraucher lässt
deutlich nach (Kap. 1.3.5.3, IGLO-Forum-Studie 1995, Leonhäuser und Berg
1999).
Die zunehmende Bedeutung von Körperbild und -gewicht ist bei weiblichen und auch männlichen Jugendlichen
mit der Entstehung von Ess-Störungen verbundenen (Auswirkungen
auf die Ernährungs- und Gesundheitssituation von Jugendlichen). Aktuelle Informationen zu
den Nachfragen nach entsprechenden "diätetischen" Lebensmitteln
fehlen ebenso, wie eine Analyse der Medieninformationen zu diesem
Themenbereich.
Jugendliche nutzen die Medien und Medien nutzen Jugendliche um neues am
Markt abzusetzen. 5 Millionen Jugendliche haben einen PC, und ein Drittel
benutzt das Internet. Auch das Handy dringt vor (zu Beginn des Jahres 1999
hatten 2 % der Jugendlichen ein Handy, gegenwärtig sind es bereits 7 %) (Verlagsgruppe Lübbe et al. 1999, 2000).
Tab. 1: Medienbesitz der Jugendlichen (eigenes Gerät)
2000 (in %)
1996 (in %)
Fernsehapparat
38
36
Videorecorder
17
11
HI-Fi-Anlage
32
30
Handy
6,5
-
PC
21
18
Internet-Anschluss
7
-
(Quelle: Verlagsgruppe Lübbe et al. 1996, 2000)
Diese Medien werden auch genutzt. Aus der Zeit-Budget-Erhebung des
Jahres 1992 ergeben sich folgende Zeitverwendungen. Über die
Veränderungen wird die Zeit-Budget-Erhebung des Jahres 2001/2002 Auskunft
geben.
Tab. 2: Tägliche Zeitverwendung (in Minuten) von 12-20 Jährigen
unterteilt nach Geschlecht
Tägliche Zeit (in Minuten)
männlich
weiblich
Hauswirtschaft – Essen
9
21
Essdauer
67
66
(Quelle: Eigene Berechnungen nach Statistisches Bundesamt 1995)
Tab.3: Tägliche Zeitverwendung (in Minuten) von 12-20 Jährigen
(Gesamt)
Tägliche Zeit (in Minuten).
PC Nutzung
3
Fernsehen/Video
102
Radio
4
Musik (CD, etc.)
8
Bücherlesen
7
Tageszeitung lesen
4
(Quelle: Eigene Berechnungen nach Statistisches Bundesamt 1995)
Die Werbung ist eine wichtige Basis für Kommunikation in unserer
Gesellschaft. Allein der Umfang des Fernsehkonsums, die vor dem Fernseher
verbrachte Zeit, ist länger als die zum Essen, wobei manchmal Essen und
Mediennutzung parallel geschehen.
Das Lebensmittel-Marketing kennt viele Wünsche der Jugendlichen, dies
gilt bei dieser Gruppe noch mehr als für Schulkinder. Jugendliche erleben Lebensmittel zwischen
"Fun und Function" (Druck 2000).
In "Brand-Camps" (qualitativer
Marktforschung) werden die gefühlten Anforderungen der modernen
Jugendlichen in Produktideen umgesetzt. So heißt es:
- Entrhythmisierung zu kompensieren, individuelle Rituale (Gewohnheiten)
zu entwickeln (d.h. z.B. immer griffbereites Essen und Trinken)
- Viele widersprüchliche Anforderungen, das Überangebot an
Information/Orientierung zu kompensieren, keine Dogmen -food zapping
zwischen junk food und health food, Essen aus Spaß, Stärke, Wellness und
Gesundheit, Work hard - Play hard.
Neue Markenprodukte stehen für Wellness: Kombucha, Only von
Gerolsteiner; für Gesundheit: Actimel und Kellog´s Müslis; für Spaß:
Red Bull und Barcadi Breezer.
Bei Jugendlichen macht sich die gesellschaftliche Entwicklung deutlich: Essen und Ernährung ist nicht mehr eine Frage
der Erfüllung eines Primärbedürfnisses, denn Hungerstillung gehört
nicht zur Organisation des Mangels, sondern eher zur Qual der richtigen
Wahl in der Überflussgesellschaft. Lebensmittel haben keinen besonderen
Wert mehr und sie sind Massenwaren geworden (überall ist die gleiche
Marke erhältlich). Die Beziehung zum Lebensmittel ist nicht mehr
originär (am Ausgangsprodukt bzw. an den Erzeugern und Bearbeitern
gebunden), sondern an einem eher virtuell erzeugten Bild
("Marken-Image"). So gibt es immer mehr kleine, verschiedene
Einflüsse, die Nachfrage beeinflussen, und Erklärungen und Prognosen
werden schwieriger.
Die Orientierung der Jugendlichen, die Wahrnehmung und Nutzung der
Informationsangebote wird kaum noch durch die Eltern bestimmt. Sie haben
wenig Einfluss darauf, was ihre Kinder essen und was sie sich für
Lebensmittel kaufen. Sie müssen sich ihre "Autorität" mit
vielen anderen teilen. Dies gilt auch für die Reihe von interessanten
Ernährungsbildungs- und Informationsangeboten für Jugendliche, aus dem
nicht-kommerziellen Bereich. Es gibt Broschüren, Kochbücher, Lernspiele
und CD-ROMs. Dazu gibt es auch einige Aktionen der Verbraucherzentralen
für diese Zielgruppe, sowie einige Ernährungsaktionen bzw. präventiv
medizinische Aktionen (z.B. "Gut drauf der BzgA (2000),
Wissenschaftliches Institut der Ärzte Deutschlands e.V. (WIAD):
Gesundheitsförderung für Auszubildende in Betrieben). Doch insgesamt
gibt es große Defizite im Bereich der Ernährungsbildung von
Jugendlichen.
Die Ernährungsempfehlungen für Jugendliche sind durch das
Forschungsinstitut für Kinderernährung gut und praxisnah beschrieben (FKE
2000). Darüber hinaus gibt es auch international viele gute Empfehlungen
und Hinweise für die Ernährung und das Essen der "Kids", die
auf hiesige Verhältnisse übertragbar sind (USDA 2000, Dole 2000).
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Codeplan. Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe GmbH & Co., 1998
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Codeplan. Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe GmbH & Co., 1997
Verlagsgruppe Lübbe in Kooperation mit der Axel Springer Verlag AG und
der Verlagsgruppe Bauer: Kids Verbraucher Analyse 1996, Berichtsband/
Codeplan. Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe GmbH & Co., 1996