Der Verbrauch an Käse hat sich in den letzten Jahren erheblich und
kontinuierlich gesteigert. Er liegt gegenwärtig bei 20,7 kg/Kopf/Jahr
(1999). Der Anstieg beruht hauptsächlich auf dem gesteigerten Verbrauch
bei Hart-, Schnitt- und Weichkäse, und etwas weniger durch Frischkäse.
Quark und Frischkäse haben den höchsten Anteil mit 8,6 kg, gefolgt von
Schnittkäse mit 6,8 kg, Weichkäse mit 2,3 kg, Schmelzkäse mit 1,4 kg
und Hartkäse mit 1,3 kg (BMELF-informationen 2000, Lebensmittelzeitung
1999).
Ein negativer Trend ist bei Schmelzkäse zu beobachten, sonst ist der
Verlauf recht einheitlich. Positiv ist die Entwicklung des Verbrauchs bei
manchen Spezialsorten wie z.B. Blau-Schimmel-Käse und Mozzarella (Selle
2000).
In Deutschland werden ca. 1,6 Millionen Tonnen Käse produziert, das
ist mehr als in Frankreich.
Käse und Quark werden aus Milch erzeugt, so betrifft der dort
geschilderte Strukturwandel auch Käse.
Einkaufsorte: Käse wird zu 42 % beim Discountern gekauft und zu 38 %
im Verbrauchermarkt. Die Bedeutung der Bedienungstheke ist nicht mehr
rückläufig, sondern steigt leicht (GfK Panel Services et al. 1999).
Männer und Frauen verzehren fast gleich viel Käse, wobei die
Verbraucher in den alten Bundesländern einen deutlich höheren Verzehr
haben (37 g/Kopf/d) als die in den neuen Bundesländern (30 g/Kopf/d) (DGE
2000).
Der Außer-Haus-Verzehr von Käse beträgt nur 7-8 % (DGE 2000 Kap. 1).
Über die Zubereitung, Rezepte, Portionsgrößen sowie Verluste
hinsichtlich der Verwendung von Käse gibt es keine repräsentativen
Informationen.
Käse gehört zu den beliebten Lebensmitteln in Deutschland.
Käsesorten, die in Verbindung mit Genuss, Geschmack und Vielfalt zu
bringen sind, liegen im Trend. Schmelzkäse hat kein gutes Image.
Rückgängig sind die fett-reduzierten Light-Varianten (GfK Panel Services
et al. 1999).
Die Verzehrsempfehlungen liegen bei täglich 90 g (3 Scheiben) und
damit über dem durchschnittlichen Verzehr (DGE et al. 2000).