Das reichhaltige Angebot der Natur kann durch Menschen in weitem Maße
verzehrt werden. Die Menschen suchen sich nährstoffreiche und
schadstoffarme Teile aus. Viele Nährstoffe enthalten die
Fortpflanzungsorgane z.B. die Samen (von Getreide, Hülsenfrüchten,
Kernobst, Kartoffel, usw.). Andere Lebewesen verzehren wir ganz, wie
beispielsweise Mikroorganismen, Pilze, Fische oder Hühner. Aus wieder
anderen extrahieren wir Nährstoffe, wie z.B. den Zucker aus der Rübe
oder dem Rohr, oder entnehmen sie lebenden Tieren (z.B. die Milch oder
Eier).
Diese biologischen Gesichtspunkte kombiniert mit den
ernährungsphysiologischen Aspekten (des Nährwerts, des
Nährstoffgehaltes) führen zu entsprechenden Klassifizierungen und
Ordnungen, die für die Ernährungswissenschaft und die Ernährungslehre
wichtig sind. Sie sind zwar geläufig, aber nicht standardisiert, und sie
hängen auch von Ernährungsgewohnheiten ab. So kann die Kartoffel zu den
Gemüsearten gezählt werden, in Deutschland ist sie jedoch ein
Grundnahrungsmittel und bildet meist ein eigene Gruppe.
Aus pragmatischen Gründen der Vergleichbarkeit ist hier die Einteilung
gewählt worden, die in dem neuesten Ernährungsbericht 2000 benutzt wird
(DGE 2000).
Die Benutzung verschiedener solcher Klassifizierungen der Lebensmittel
erschwert die Vergleichbarkeit von Datenmaterial und die Zusammenarbeit.
Da die Nutzung der Lebensmittel keine feste Größe ist, sondern sich im
Laufe der Entwicklung einer Gesellschaft wandelt, ist die Erfassung
solcher Klassifikationen durch die Lebensmittel- und
Ernährungswissenschaften eine kontinuierliche Aufgabe, die nicht
genügend gewürdigt wird.
Quelle:
DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) (Hrsg.): Ernährungsbericht
2000. Frankfurt/Main, 2000