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Statistische NachfrageAgrarstatistische Daten können im Sinne einer Nahrungsversorgungsbilanz zusammengeführt werden. In solchen Nahrungsbilanzen (oder auch Agrarstatistik genannt, internationaler Name: Food Balance Sheets) wird der (jährliche) statistische Nahrungsmittelverbrauch pro Kopf wie folgt berechnet (die Angaben beziehen sich jeweils auf definierte Lebensmittelgruppen, einen bestimmten Zeitraum, meist ein Jahr und auf einen bestimmten Raum, meist das Staatsgebiet):
Die berechneten Mengen werden durch die Bevölkerungszahl geteilt und können Nährwert-Kalkulationen unterworfen werden. In Deutschland werden diese Informationen in den Statistischen Jahrbüchern über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML 1999) zusammengestellt. Die agrarstatistischen Angaben zum Verbrauch können nur pro Kopf der Bevölkerung ausgewiesen werden, d.h. sie sind nicht nach spezifischen Bevölkerungsgruppen zu differenzieren. Die Verbrauchsdaten liegen (fast) immer über den tatsächlich verzehrten Mengen. Sie können nur einen zwar wichtigen, doch groben Überblick geben. Neben diesen Nachteilen gibt es auch Vorteile. Die Daten der Agrarstatistik sind relativ aktuell und der Hauptvorteil liegt, dank der Methodenkonstanz, in der guten Vergleichbarkeit im Zeitverlauf, auch im internationalen Rahmen, da hier die erfolgreichsten Standardisierungsbemühungen zu verzeichnen sind. Die FAO bietet die Daten leicht zugänglich über Internet an (http://www.fao.org). Die agrarstatistischen Informationen werden in Deutschland in einem Netzwerk erhoben und zusammengefasst, das bei den nachgeordneten Landwirtschaftsämtern (Ernteberichterstatter) beginnt und über die Agrarbehörden der Bundesländer bis hin zum BML reicht. Das Verfahren ist durch Agrarstatistik-Gesetze geregelt. Die agrarstatistischen Informationen werden nicht nur in den genannten Statistischen Jahrbüchern verwendet, sondern auch durch die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) in Bonn. Jährliche Zusammenstellungen werden auch durch das Institut für Marktanalyse und Agrarhandelspolitik der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig (FAL) vorgenommen, die regelmäßig in der Zeitschrift "Agrarwirtschaft" publiziert werden. Zusammenfassungen gehen auch in die Ernährungsberichte (jeweils Kap. 1) der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die im 4-Jahres-Rhythmus im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des BML erstellt werden. Quellen:
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