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Ernährungsverhalten Ernährungsverhaltensforschung
Ernährungsprävention
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Die Entwicklung der Nachfrage nach Lebensmitteln bei Säuglingen
Die natürliche Form der Säuglingsernährung verlor in den letzten 50
Jahren in Deutschland, wie in allen Industrieländern, deutlich an
praktischer Bedeutung. Weltweit wird versucht, eine Renaissance des
Stillens zu fördern. In den ersten 4-6 Monaten sollte der Säugling voll
gestillt, danach sollte zugefüttert werde LebensmittelnachfrageDie Nachfrage nach Lebensmitteln für Säuglinge ergibt sich aus folgenden Bereichen:
Die Informationen zur Ernährung der Säuglinge sind lückenhaft. Die Studie "Stillen und Säuglingsernährung in Deutschland" (SuSe-Studie, Forschungsinstitut für Kinderernährung, Dortmund, DGE 2000) zeigt, dass etwa 90 % der Mütter nach der Geburt in der Klinik versuchen zu stillen, zum Zeitpunkt der Entlassung stillen noch 78 % und 8 % erhielten beides (Muttermilch und Säuglingsanfangsnahrung). Das Stillen lässt dann deutlich nach (Tabelle: Ernährungskategorien im Verlauf des 1. Lebensjahres). Nach 4 Monaten erhielten etwa 20 % der Säuglinge Beikost; das ist mehrheitlich industriell hergestellte Gläschenkost. Bis zum 6. Monat füttern ca. drei Viertel der Frauen nur Fertignahrung, am Ende des 9. Lebensmonats werden praktisch alle Säuglinge mit Breien ernährt. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres erhalten zwei Drittel selbstzubereitete Gemüse-Mahlzeiten, aber Milchbreie entstammen noch Mehrheitlich (62 %) aus Fertigpulver oder dem Gläschen. (Tabelle: Verzehr verschiedener Beikostmahlzeiten im Verlauf des 1. Lebensjahres) Aufgrund der fehlenden Daten kann kein exakter Trend abgegeben werden,
in welchem Umfang Stillen in Deutschland zunimmt, doch insgesamt könnte
es mehr sein. Das historische Still-Tief war in den 70ziger Jahren. Die
Stillquote ist anfangs ähnlich wie in den anderen Ländern der
europäischen Union, nimmt aber relativ schnell ab, wenn man dies mit der
Situation in skandinavischen Ländern vergleicht. Werbung für SäuglingsnahrungDas Gesetz über Werbung für Säuglingsanfangsernährung (vom 10.10.1994) ist eine wichtige Maßnahme, den Druck der Anbieter auf die Eltern, mehr Säuglingsnahrung zu erwerben, zu lindern. Weitere ernährungspolitische Maßnahmen erscheinen angebracht, damit Stillen in der Öffentlichkeit und im Berufsleben als selbstverständlich betrachtet wird. Dazu gehört auch das Monitoring an relevanten Informationen, die z.B. bei den Vorsorgeuntersuchungen gewonnen werden. Die empfohlenen Ernährungsrichtlinien für das 1.Lebensjahr werden von
den meisten Müttern eingehalten (FKE 1996, aid 1998). kommerzielle BabynahrungDer kommerzielle Markt der Babynahrung wird von drei Herstellern beherrscht: Hipp (37 %), Nestlé - Alete (34 %) und Milupa (19 %). Der Umsatz ging 1999 um 2,6 % auf ca. 1,1 Milliarden DM zurück, nur Spezialsegmente wie z.B. Hypoallergene Nahrung (HA 2) nehmen zu. Ein Drittel davon ist Säuglingsmilchnahrung und über die Hälfte Gläschenkost, wobei davon das meiste Menüs (37 %) sind, gefolgt von Babygetränken (20 %) , Breien (17 %), Früchtekompotts (14 %), Gemüse 6 %) und anderem. Die Haupteinkaufsorte sind der Lebensmitteleinzelhandel, Apotheken und Drogerien bzw. Drogeriemärkte (Kühn 2000, Schlitt 2000). Die Kundenbindungsaktivitäten der wenigen Hersteller von Säuglingsnahrung sind vielseitig und aus den entsprechenden Homepages zu entnehmen (www.alete.de, www.hipp.de, www.milupa.de). Säuglinge fragen nach Lebensmitteln nach, indem sie via ihrer Bezugsperson mit Akzeptanz bzw. Abwehrreaktionen auf das Nahrungsangebot reagieren. Zu solchen Reaktionen sind auch Allergien und Neurodermitis zu zählen. Der einjährige Säugling sollte beim Übergang zum Kleinkind seine Hunger- und Sättigungssignale mit einem gewissen Rhythmus gepaart, und einer gewissen Geschmacksdifferenzierung ausgebildet haben. [siehe auch: Auswirkungen der
Ernährungs- und Gesundheitssituation von Säuglingen] Quellen
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