AGEV - Arbeitsgemeinschaft Ernährungsverhalten e.V.

Altersgruppe: Schulkinder

Die Gruppe von Schulkindern umfasst im wesentlichen die ersten vier Grundschuljahre, also den Bereich des 6. bis zum Ende des 9. Lebensjahres. Danach differenziert sich meist der Schulweg. Im Prozess der Akzeleration kommt es zu einer immer früheren "Reife", so dass die Pubertät bei manchen bereits mit 10 Jahren beginnt. Die "älteren" Schulkinder, d.h. die 10-12jährigen, werden hier zu den Jugendlichen gezählt.

Kennzeichen des Schulkindlebensabschnittes ist, dass diese kleinen Verbraucher nun lesen und schreiben können. Sie haben immer mehr Möglichkeiten, sich selbst am Nahrungsangebot zu orientieren und zu handeln. Selbstständige Kaufentscheidungen werden getätigt, Taschengeld ist eine feste, mit dem Alter zunehmende, Größe. Schulkinder sind ein eigenes Marktsegment, und es gibt eine Reihe von Studien, die diese Zielgruppe zum Gegenstand haben, wobei sie nicht immer von der Gruppe der Jugendlichen zu trennen ist (Deutsche Shell 2000).

Gegenwärtig hat ein Jahrgang der 6-9 Jährigen in Deutschland eine Besetzung von 800.000 bis zu 1.000.000 (9jährige). Im Jahre 2050 werden es je 600.000 sein, und somit spürbar weniger. Allein dadurch wird sich zukünftig die Nachfrage nach Lebensmitteln insgesamt verringern (Statistisches Bundesamt 2000).

Besonders bei Deutschen geht die Kinderzahl zurück, während die der Mitbewohner aus anderen Kulturkreisen eher steigt. So ist hier eine differenzierte Betrachtung  wichtig. 
 Eine differenzierte und aktuelle Betrachtung der Ernährung von Schulkindern nach Art der kulturellen Herkunft ist jedoch bis auf kleine Fallstudien nicht bekannt.

Quellen

  • Deutsche Shell (Hrsg.): Jugend 2000. 13. Shell Jugendstudie. Leske + Budrich, Bd. 1und 2, Opladen 2000

  • Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Bevölkerungsentwicklung Deutschlands bis zum Jahr 2050. Ergebnisse der 9. Koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung. Wiesbaden 2000 

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